Landmarke Halde Duhamel

Ein Zeichen zum Ende des Bergbaus im Saarland

Landmarke Halde Duhammel, Ensdorf
2011
Wettbewerb
ARGE mit Bischof + Hermansdorfer Architekten, Aachen
Bauherr RAG Aktiengesellschaft

pvma

Am 03.06.2012 endet der Bergbau im Saarland. Mit der Errichtung der Landmarke auf der Halde Duhamel wird dieser 250jährigen Ära zum einen ein Symbol der Erinnerung gesetzt und zum anderen wird ein Zeichen für das Zukünftige geschaffen.

Idee

„Am Anfang war die Bohrung“ - Die Bohrung steht am Anfang aller späteren Bergbaulichen Aktivitäten.
Die gründliche Untersuchung des Bodens, das „Auffinden“ wertvoller Schichten ist die Vorraussetzung des Untertagebaus. Der Bohrkern hinterlässt einen Hohlraumund legt die Schichten des Gesteins offen.

Darstellung der Schichtung
Die Schichtung kommt durch die Abfolge von Lagen aus unterschiedlichem Material zustande. Unterschiede können dabei sowohl in der mineralogischen Zusammensetzung, der Korngröße, der Färbung als auch in der Textur bestehen.
Die Untersuchung von Schichtungen und ihre zeitliche Zuordnung nennt man Stratigraphie (Schichtenkunde). Die Schichtungen sollen bei Tage und bei Nacht sichtbar gemacht werden.
Die unterschiedlichen Schichten des geschnittenen Gesteins werden mit variierenden Mächtigkeiten abstrahiert. Der schichtartige Aufbau assoziiert das Bild eines Bohrkerns - eines Ausschnitts aus dem Erdinneren. Das Bauwerk symbolisiert in diesem Ausschnitt den Aufbau der Erdschichten durch die Anordnung unterschiedlich mächtiger Lagen, Gesteine und Körnungen.

Die Bohrung generiert die runde Form. Die ungerichtete, zu allen Seiten gleiche Form macht von der herausgehobenen Position der Halde das 360-Grad Rundumpanorama erlebbar.
Der Ausblick in die Ferne kann von der obersten Plattform der Landmarke uneingeschränkt genossen werden. Von der Höhe des Turmes kann das weite Hochplateau der Halde selbst erlebt und die darauf statt findenden Aktivitäten beobachtet werden.  

Nachtbild

Der Baukörper soll bei Tage und bei Nacht weithin sichtbar sein.
Die Landmarke leuchtet von innen. Die unterschiedlich hohen und unterschiedlich perforierten „Schichten“ werden differenziert beleuchtet, um auch im Dunkeln die gewünschte Wirkung zu entfalten.
Die Gesteinsschichten sollen auch in der Ferne im Lichtbild ablesbar sein: durch verschiedene Helligkeiten / Tönung und unterschiedliche Lichtwärme, sowie durch die unterschiedliche Perforation.
Der Strom für die Beleuchtung kann aus alternativer Energie,z.B. durch Wind gewonnen werden. Die Leuchtringe und die Lichtintensität soll nach oben abnehmen, so dass eine Art Entmaterialisierung entsteht.

Leuchturm
Der Baukörper soll Identifikationspunkt für Einheimische und Anziehungspunkt für Reisende und Touristen sein. Er fungiert als „Leuchtturm“-Projekt für den Struktturwandel und den Regionalpark Saar. 

Lage

Die Landmarke befindet sich nahe der südöstlichen Ecke des Plangebietes.
Die Haupterschließungswege sind in der Linienführung vorgegeben und wurden nicht verändert.
Das Haldenplateau erreicht der Fußgänger auch in Zukunft über einen Hohlweg / eine Rampe
von Südwesten. Hier endet auch die Versorgungsstraße für Pkw / LkW. Der Zuweg verläuft parallel zum Pipe Conveyor. Der Turm ist so positioniert, dass der ankommende Wanderer direkt auf die Landmarke zu läuft. Die Landmarke befindet sich direkt über dem Schacht 14 in 423 m Tiefe und verweist auf die Geschichte des Ortes 

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